ZILL SandmannClip & Musikvideo

zillDa ist etwas, das gefunden werden will. Zill treibt die Suche nach der Erlösung hinter der Melancholie, nach der Schönheit unter dem Schmerz. Er ist ein Stimmungsfänger, der dem richtigen Klang hartnäckig auf der Spur bleibt, bis er ihn greifen kann. Das Ergebnis sind dichte Songs, die das Sehnen der großen Synthesizerbands mit der Schwerkraft des Rock’n’Roll erden. Da ist etwas, das raus muss. Zill hat die Stimme dafür. Er findet die Worte. Und er kann eine Ahnung vermitteln von dem, was sich unter der Oberfläche bewegt. Diese Energie spürt man in jedem Song von Zill.  Auf der Bühne ist er seit vielen Jahren zu Hause. Hier lebt er seine Musik und lädt uns dazu ein.

1988

Das Jahr, in dem ein Song von vier jungen Männern aus Basildon, Essex, plötzlich direkt zu einem Heranwachsenden in Muggensturm bei Rastatt spricht, zugleich alles in Frage stellt und neue Antworten gibt. Let me see you stripped…

1992

Als das Musikhören nicht mehr genug war und Zill auf die Bühnen drängte, die sich in Rastatt eben so boten. Mit der ersten eigenen E-Gitarre oder einem geliehenen Bass und etwa drei Riffs, die er nachspielen konnte. In einer Zeit, als neue Platten von Die Toten Hosen, Fury in the Slaughterhouse, Herbert Grönemeyer und vor allem BAP ein Ereignis waren. Als Zill ernsthaft in Erwägung zog seinem Chaos zu entfliehen, die Schule zu schmeißen und in die Musikstadt Köln zu ziehen, dann aber doch in Rastatt blieb und seine erste Band gründete: reissfest. Und so aus Zill ein Sänger wurde.

1992 – 2003

Die Zeit, in der Zill mit reissfest Songs und deutsche Texte schrieb und über 200 Konzerte spielte. In der er seine Rolle als Frontmann und Sänger entdeckte, mit ihr haderte, sie nicht mehr missen wollte und an ihr wuchs. Preise und Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben befeuerten ihn und die Band. Doch die wahre Belohnung waren eine Deutschlandtournee und Gigs mit Größen wie Toto und den alten Helden BAP.

2003

Ein Jahr des Übergangs. Die Band war endgültig Vergangenheit, die Zukunft offen und eine Unplugged-Coverband wurde zur vorübergehenden musikalischen Heimat, diesmal in der zweiten Reihe als Gitarrist. Verschnaufpause. Aber auch das wirklich tolle Beatles-Medley war kein echter Ersatz für eigene Musik.

2004

Überfällig fanden manche Zills Einstieg in eine „bürgerliche Existenz“. Um den Schritt vom Sänger und Performer zum Büroangestellten zu schaffen, musste ein klarer, fast gewaltsamer Bruch her: Schluss mit der Musik! Doch etwas wehrte sich: Das Gefühl, am falschen Platz das Falsche zu tun, war bald nicht mehr zu leugnen. Und so schwierig sich die Existenz als Sänger und Songschreiber bisweilen auch gestaltete, so sinnentleert war es, plötzlich ein Leben ohne Musik zu führen.

2006

Der Schritt, die Befreiung in die Selbstständigkeit erfolgte gleich in zweierlei Hinsicht. Beruflich emanzipierte sich Zill zum selbstständigen Trainer und Berater, wobei er seiner Rolle als Vortänzer und Anheizer treu bleiben konnte. Musikalisch fasste er den Entschluss, seine Suche nach Klängen und Stimmungen, Songs und Worten konsequent voran zu treiben. Als Teil seiner selbst, der nicht ignoriert werden kann. Und endlich unter eigenem Namen.

Quelle= zill-music.de

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